Wila, im Juli 2026
Die Sanierung des Batzhauses ist nicht nur ein Bauprojekt, sondern auch eine Chronik – Schritt für Schritt entsteht aus dem historischen Bestand ein neues Kapitel für Wila. Damit dieser Prozess für alle nachvollziehbar bleibt und uns auch später zur Verfügung steht, hat die Lenkungsgruppe an ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, das Projekt fotografisch begleiten zu lassen.
Wir freuen uns sehr, dass wir André Gutzwiller als offiziellen Projektfotografen gewinnen konnten – ein Wilemer, der Wila kennt.
Der richtige Blick fürs Dorf
André Gutzwiller ist mit Wila und seinen Häusern vertraut wie wenige andere. Sein Blick für Architektur, Licht und die stillen Details, die einen Ort ausmachen, war für uns von Beginn weg das entscheidende Kriterium. Wer schon einmal seine Aufnahmen aus dem Tösstal gesehen hat, weiss: André fotografiert nicht einfach Gebäude, er fotografiert deren Geschichte.
Genau das brauchen wir für das Batzhaus.
Seine Bilder werden künftig auf mzh-wila.ch laufend zu sehen sein und stehen der Gemeinde und der Trägerschaft auch für spätere Publikationen zur Verfügung – vom Mitteilungsblatt bis zu einer möglichen Eröffnungsdokumentation im Sommer 2027.

FOTO 1: Batzhaus in seiner heutigen Gestalt, Aussenansicht mit Kirchturm im Hintergrund
Die erste Serie: das Haus nach dem Auszug
André Gutzwiller hat bereits Anfang Juli den ersten Auftrag ausgeführt – kurz nachdem das Ortsmuseum seine Sammlung ausgelagert hat. Entstanden ist eine 52-teilige Bildserie, die das Batzhaus in seinem heutigen Zustand festhält: aussen wie innen, vom Estrich bis zum Erdgeschoss, mit dem Blick des aufmerksamen Beobachters.
Es sind Bilder, die es so bald nicht mehr geben wird.
Aussen: das Haus in seinem Umfeld
André hat sich Zeit genommen, das Ensemble von allen Seiten zu dokumentieren – die Tennfassade mit dem wilden Wein, die charakteristische Fachwerkfront, den Übergang zwischen altem Riegelhaus und Schürteil. Wer diese Bilder anschaut, versteht sofort, warum uns die Erhaltung dieses Ensembles so wichtig ist.

FOTO 2: Tennfassade mit wildem Wein, Sommer

FOTO 3: Fachwerkfront mit Kirchturm im Hintergrund
Innen: leergeräumte Räume, sichtbare Spuren
Besonders eindrücklich sind die Innenaufnahmen. Die Räume des Ortsmuseums stehen leer – und plötzlich sieht man Dinge, die vorher zwischen Vitrinen und Ausstellungsstücken verborgen waren: die Struktur der Decken, die Muster der alten Böden, die Abdrücke, wo jahrzehntelang Teppiche und Möbel gelegen haben.

FOTO 4: Leergeräumte Museumsstube mit sichtbaren Teppich-Abdrücken auf dem Boden
Auch der historische Kachelofen zeigt sich ohne das übliche Beiwerk in seiner ganzen Präsenz – ein Element, das im späteren Betrieb erhalten bleiben soll.

FOTO 5: Historischer Kachelofen im ausgeräumten Raum
Der Dachstuhl: die verborgene Kathedrale
Der Estrich des Batzhauses ist für viele im Dorf ein unentdeckter Ort. Der mächtige Dachstuhl, das Zusammenspiel von Licht und Holz, die alten Webstühle des Ortsmuseums – André hat diese Räume so festgehalten, dass ihre besondere Atmosphäre spürbar bleibt.

FOTO 6: Dachstuhl mit sichtbarem Gebälk und Lichteinfall

FOTO 7: Weberei-Estrich mit historischen Webstühlen
Was als Nächstes kommt
Diese erste Serie ist der Auftakt. In den kommenden Monaten wird André den Baufortschritt an wichtigen Meilensteinen dokumentieren – vom Spatenstich über den Rohbau und das Aufrichtefest bis zur Fertigstellung. Zusätzlich sind einzelne freie Termine geplant, um auch Zwischenzustände und Details festzuhalten, die sonst leicht verloren gehen.
Am Ende soll eine Chronik stehen, die zeigt, was hier zwischen Sommer 2026 und Sommer 2027 geschehen ist – und die Wila noch lange erhalten bleibt.
Ein herzliches Dankeschön geht an die Lenkungsgruppe für den Entscheid – und an André für seine Bereitschaft, dieses Projekt mit seinem Auge zu begleiten.
— Bilder: André Gutzwiller, Wila
— Bericht: Jean-Pierre Kousz, Trägerschaft Mehrzweckhaus Zentrum Wila